AGB
Die folgende Fassung gibt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Rheintal Foliendienst wieder. Massgebend ist das AGB-Dokument (PDF).
Vorbereitung der Folierung
Eine perfekte Folierung setzt einen fachgerechten Lackaufbau voraus. Deshalb ist es wichtig, den Zustand des Lacks vorab genau zu kennen.
Original-Lackzustand
Für den Verleger ist es sehr wichtig, den Original-Lackzustand genau zu kennen. Bei nachlackierten Fahrzeugteilen besteht die Gefahr, dass sich der Lack beim Entfernen der Folie löst. Teilen Sie deshalb vor der Folierung unbedingt mit, ob und welche Fahrzeugteile nachlackiert wurden.
In der Automobilindustrie müssen Lackierungen bestimmten Gitterschnitt-Kennwerten entsprechen, definiert unter anderem in der DIN EN ISO 2409. Diese Norm beschreibt die Festigkeit des Lacks auf dem Untergrund. Schäden an neuwertigen Lacken lassen sich oft dadurch erklären, dass Lackmängel bereits in der Originalfertigung nachlackiert wurden.
Am Fahrzeug vorhandene Vorschäden werden im Auftragsformular erfasst.
Hinweise für Neuwagen
Frisch lackierte Fahrzeugteile müssen aushärten und ausgasen. Dieser Prozess kann 3 bis 4 Wochen dauern. Vorher wird von einer Folierung abgeraten.
Hinweise für Gebrauchtwagen
- Die Lackoberfläche sollte neuwertig und darf insbesondere nicht stumpf sein, da die Folie sonst nicht aufgezogen werden kann. Eine Lackaufbereitung (Politur) wird daher im Vorfeld nachdrücklich empfohlen.
- Vorhandene Kratzer können je nach Tiefe nach einer Folierung sichtbar bleiben und sollten zuvor beigeschliffen werden.
- Steinschläge und andere Vertiefungen im Lack sind zwingend beizuschleifen, da die Folie sie lediglich überspannt und sie danach in aller Regel sichtbar bleiben.
- Haftet eine Lackschicht (z. B. bei einer Verkaufslackierung) nicht auf ihrem Untergrund, kann das auch eine Folie nicht ausgleichen.
Reinigung vor der Abgabe
Das Fahrzeug ist vor der Voll- oder Teilverklebung grundgereinigt bereitzustellen: Grundwäsche, kein Wachs. Grobe und hartnäckige Verunreinigungen wie Teerflecken oder Insektenrückstände entfernt der Kunde.
Ein Mehraufwand, der die Folierung erst ermöglicht, wird verrechnet. Die Montage verlängert sich dann um einen Tag.
Ablauf und Montage
Die Montage findet in einem gleichmässig temperierten Raum statt, damit die Folie ihre Eigenschaften voll ausspielen kann. Die Montagezeit hängt stark vom Aufwand ab.
Dauer
Eine Basisfolierung erfordert in der Regel 3 Tage. In dieser Zeit finden die technische Reinigung des Fahrzeugs, die Demontage und Montage von Anbauteilen und die eigentliche Folierung statt.
Da die Folie erst nach 24 Stunden ihre Endhaftung erreicht, bleibt das Fahrzeug einen weiteren Tag in der Montagehalle. Danach folgen die Endkontrolle und gegebenenfalls Nacharbeiten.
Schneiden und Kanten
Das Schneiden auf dem Lack wird so weit wie möglich vermieden. Ist ein Schnitt auf dem Lack notwendig, wird der Bereich vorab mit einer Schutzfolie gesichert.
An besonderen Stellen wie Türgriffen, Spiegeln oder Stossfängern kann es nötig sein, die Folie einzuschneiden oder mit Einlegern zu arbeiten, da diese Formen meist nicht in einem Stück foliert werden können. Die Folie wird dort so verklebt, dass Sichtkanten weitestgehend vermieden werden.
Flächen, die breiter als die Folienbahn sind, erfordern eine Überlappung, die so angelegt wird, dass der Gesamteindruck nicht leidet.
Was foliert wird
- Bei einer Komplettfolierung werden sämtliche Typenbezeichnungen entfernt. Geklebte Schriftzüge werden nicht wieder angebracht, da der Klebstoff Folie und Lack beschädigen kann.
- Scharniere sind grundsätzlich von der Folierung ausgeschlossen.
- Spiegel und Türgriffe werden nur nach Absprache foliert.
- Die Folie wird nur auf lackierten Fahrzeugteilen verlegt. Auf unlackierten oder grundierten Kunststoffteilen haftet sie nicht ausreichend.
- Bauteile mit strukturierter Oberfläche werden nur nach Absprache foliert. Folien mit strukturierter Oberfläche (z. B. Carbonstruktur) können bei grossen Flächen sichtbare optische Unterschiede aufweisen. Das ist kein Mangel.
- Die Türfalze werden nicht foliert. Deshalb empfiehlt sich eine Folienfarbe, die mit der Lackierung und dem Interieur harmoniert.
Nach der Montage
Die Folien sind temperaturbeständig von -20 °C bis +90 °C.
Faltenbildung an umgelegten Kanten und geringfügiges Schrumpfen der Folie sind technisch unvermeidlich. Kleine Lufteinschlüsse bilden sich mit der Anpassung der Folie an den Untergrund nach etwa 14 Tagen zurück.
Farbwechsel und Zulassung
Klären Sie vor einem Farbwechsel, ob für die Zulassung Ihres Fahrzeugs behördliche Anforderungen zu erfüllen sind, und informieren Sie Ihre Fahrzeugversicherung über den Farbwechsel.
Gewährleistung
Rheintal Foliendienst leistet Gewähr auf die Funktionsfähigkeit der fachgerecht verlegten Folie für 24 Monate, jedoch nur bei vom Hersteller originallackierten Fahrzeugen.
Voraussetzungen
Für nachlackierte Fahrzeuge oder Fahrzeugteile kann keine Gewährleistung übernommen werden. Voraussetzung für den Gewährleistungsanspruch ist die ordnungsgemässe Pflege der Folie gemäss den Pflegevorgaben.
Die Frist beginnt mit der Unterzeichnung des Übergabeprotokolls nach der Folierung. Erkennbare Mängel werden im Übergabeprotokoll festgehalten.
Leistung im Gewährleistungsfall
Teile, die infolge eines nachgewiesenen Fabrikations-, Material- oder Beschichtungsfehlers defekt geworden sind, werden innerhalb der Gewährleistungszeit kostenlos ersetzt oder nachgebessert. Entstehen durch nachgewiesene Qualitätsmängel der Folie Lackschäden, übernimmt der Fachbetrieb die Kosten einer Neulackierung der beschädigten Teile.
Gewährleistungsarbeiten führt ausschliesslich der Fachbetrieb oder eine von ihm benannte Werkstatt aus. Eine erbrachte Gewährleistung verlängert die Frist nicht.
Ausgeschlossen sind
- Schäden durch Nichtbeachtung der Pflegehinweise
- Schäden durch Insekten, Vogelkot, Wintersalz, Kraftstoff oder andere aggressive Chemikalien
- Verschleiss durch überdurchschnittliche Beanspruchung
- Lackschäden nach dem Entfernen der Folie an nachlackierten Teilen sowie an Kunststoffteilen mit werkseitig fetthaltig strukturierter Oberfläche
- Lackschäden beim Entfernen der Folie in nicht autorisierten Werkstätten
Pflege folierter Fahrzeuge
Bei richtiger Pflege weisen die Folien eine Haltbarkeit von 5 bis 7 Jahren auf, je nach Folie und Bauteil (vertikal oder horizontal). Um sie auszuschöpfen, sind folgende Pflegemassnahmen einzuhalten.
Wachsen und Polieren
- Unverzüglich, spätestens 14 Tage nach Übergabe, ist das Fahrzeug einzuwachsen.
- Mindestens halbjährlich ist die Folie mit einem Hartwachs zu behandeln, damit sie nicht abstumpft.
- Glänzende Folien können und sollen regelmässig mit hochwertigen Polituren behandelt werden. Das erhöht die UV-Beständigkeit und damit die Haltbarkeit.
- Nur Wachse und Polituren ohne Schleifmittel verwenden.
Waschen
- Die Folie ist waschstrassenfest. Bürstenwaschanlagen können die Oberfläche jedoch beschädigen, eine Textilwäsche ist zu empfehlen.
- Auf Waschprogramme mit Heisswachs verzichten, da es die Oberfläche angreift.
- Folien nass reinigen. So werden Staub und kleine Sandkörner nicht über die Oberfläche gerieben.
- Mit Dampfstrahlern und Vorsprühreinigern mindestens 80 cm Abstand zwischen Düse und Folie halten und den Strahl nie direkt auf Folienkanten richten.
- Stösse und Folienkanten stets behutsam reinigen, bei mehrfarbig folierten Fahrzeugen besonders.
Was die Folie angreift
- Keine lösemittelhaltigen Reiniger oder Säuren (Aceton, Verdünnung o. ä.) und keine aggressiven Reiniger verwenden. Holen Sie im Zweifel Rat ein.
- Insekten, Vogelkot, Wintersalz und Kraftstoff umgehend entfernen. Sie belasten die Folie genauso wie den Lack.
Matte Folien
Matte Folien brauchen eine andere Pflege als glänzende. Die folgenden Hinweise gelten zusätzlich zu den allgemeinen Pflegehinweisen.
Waschen
- Waschstrassen mit rotierenden Bürsten sind nicht zu empfehlen: Bei häufiger Nutzung können Glanzeffekte auftreten.
- Empfohlen sind Handwäsche oder Waschstrassen mit Textilwäsche.
Keine handelsüblichen Wachse
- Auf matten Folien keine handelsüblichen Wachse verwenden. Holen Sie für die Pflege individuellen Rat ein.
- Weiss-matte Folien sind sehr pflegeintensiv und brauchen stets einen speziellen Folienreiniger.
Folie entfernen und nachfolieren
Ein foliertes Fahrzeug lässt sich ohne Probleme in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Das ist ein elementarer Vorteil gegenüber einer Lackierung.
Rückstandsfrei entfernen
Bei ordnungsgemässer Pflege kann die Folie innerhalb der Haltbarkeitsdauer rückstandsfrei entfernt werden. Das Entfernen ist nicht im Folierungspreis inbegriffen. Verbleibende Klebstoffreste werden mit lackschonenden Reinigern entfernt.
Nur durch den Fachbetrieb
Lassen Sie eine Rückrüstung unbedingt durch einen Fachbetrieb erledigen, um Schäden am Lack vorzubeugen. Lackschäden lassen sich bei einer Rückrüstung, insbesondere in nachlackierten oder vorbeschädigten Bereichen, nicht vollständig ausschliessen.
Nachfolierung, z. B. nach einem Unfall
Bei Nachfolierungen kann es zu Farbabweichungen kommen, die unter anderem im Herstellungsverfahren der Folien begründet sind. Das gilt auch bei normaler Abnutzung gegenüber den original folierten Teilen.
Zahlungsbedingungen
Soweit nicht anders vereinbart, ist die Vergütung für erbrachte Leistungen bei Abholung des Fahrzeugs in bar zu entrichten.
Vertragsgrundlage
Mit der Auftragserteilung anerkennt der Kunde diese Hinweise und Bedingungen als ausschliessliche Grundlage der Abwicklung des Auftrags. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil.
Änderungen und abweichende Vereinbarungen sind nur gültig, wenn sie bei Auftragserteilung schriftlich im Auftragsformular oder einem Anhang festgehalten und von beiden Vertragspartnern unterzeichnet werden. Die Bedingungen beeinträchtigen keine unabdingbaren gesetzlichen Ansprüche des Kunden.
